Schlagwort-Archive: Rede

Raumgreifende Präsentationsschokolade

„Langweilige Powerpoint-Präsentationen sind eine globale Seuche“, hieß es Anfang letzten Jahres in der „Wirtschaftswoche“. Diesem Urteil hätten sich wohl schon im Vorfeld alle Teilnehmer am gestrigen Quartalstreffen der Regionalgruppe Bayern des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) in München ohne zu zögern angeschlossen. Das Thema des schon traditionellen Gastvortrags: „Präsentieren mit einer Rede oder reden Weiterlesen

Eloquenter Stammtisch im Übungseinsatz

Zum gestrigen Quartalstreffen der Regionalgruppe Bayern des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) in der Münchner Innenstadt hatten wir mit Georg von Stein einen bekannten Kommunikations- und Medientrainer zum Gastvortrag eingeladen. Das Thema: „Charismatische Rhetorik“. Schon der Einstieg mit Hand-Flip-Chart und Denksporteinlage samt 180-Grad-Wendung hatte es in sich. Überzeugen könne man Weiterlesen

Mr Cool aus der Hofburg zu Wien

Nach einem außerordentlich langen Wahlkampf mit unfairen Attacken seines Kontrahenten und gerichtlich angeordneter Neuwahl wurde Alexander van der Bellen endlich als neuer Österreichischer Bundespräsident „angelobt“. Die Antrittsrede des „bedächtigen Professors der leisen Töne“ am vergangenen Donnerstag mit einem flammenden Appell für Toleranz und die Europäische Union wurde ausgesprochen Weiterlesen

Redenschreiber im Tierreich

Gewaltfreie Kommunikation beim VRdSZum gestrigen Quartalstreffen der Landesgruppe Bayern des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) in München hatten wir als Referenten Christian Bargenda eingeladen, einen überaus geschätzten Kollegen und in Personalunion Herausgeber sowie Chefredakteur des „Rhetorikmagazins“. Sein Thema: „Souverän bleiben in Diskussionen“ mit Anleihen aus der Schule der Gewaltfreien Kommunikation („GFK“)  Weiterlesen

Reden mit gefragtem Ziel

vbdrdsrbdr15rdlBeim gestrigen Stammtisch der Regionalgruppe Bayern des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) in der Münchner Innenstadt ging es hauptsächlich um das Briefing als Ausgangspunkt fast jeden neuen Redeauftrags. Dabei erfragt und klärt man im Gespräch mit dem Auftraggeber alle wesentlichen Vorgaben für das Projekt, vor allem die Ziele bzw. die erhoffte Wirkung der Rede, die Kerninhalte sowie die Rahmenbedingungen von der Zusammensetzung des Publikums über das übrige Programm bis zur technischen Ausstattung. Ich nutze dafür einen dreiseitigen, teilstandardisierten Fragebogen, der in den meisten Fällen allerdings eher als loser Gesprächsleitfaden dient.

Daneben sprachen wir recht ausführlich über die Honorarempfehlungen unseres Verbands, die insbesondere bei Privatkunden oft nicht annähernd realisiert werden können. Wie meist in solchen Diskussionen wurde auch der Standpunkt vertreten, den schon Wilhelm Busch in Versform gebracht hat: „Mit scharfem Blick, nach Kennerweise, seh‘ ich zunächst mal nach dem Preise, und bei genauerer Betrachtung, steigt mit dem Preise auch die Achtung.“

Das Programm für den nächsten Stammtisch steht noch nicht fest, der Termin jedoch schon: Montag, der 25. Januar 2016. Auch interessierte (Noch-)Nichtmitglieder sind willkommen. Bei Fragen stehe ich als einer der beiden Leiter der VRdS-Regionalgruppe gerne zur Verfügung.

Kriminell gut trainiert?

rdwtstrllstr15ujnDie sogenannten Debattierklubs sind häufig Aushängeschild der traditionsreichen angelsächsischen Spitzenuniversitäten, so auch die Harvard College Debate Union. In einem ebenso hochklassigen wie aufsehenerregenden Rededuell unterlagen die Elitestudenten jetzt einem Team aus Gefängnisinsassen, wie zum Beispiel das „Wall Street Journal“ und die „Süddeutsche Zeitung“ berichten. Geschafft haben das die Straftäter mit Unterstützung einer Bildungsinitiative des New Yorker Bard Colleges. Auch zum Redner muss man also keineswegs geboren sein. Wer seine rhetorischen Fähigkeiten ebenfalls regelmäßig trainieren will, könnte es mal bei einem der hiesigen „Toastmaster“-Clubs „zur Förderung der Kunst des öffentlichen Redens, der effektiven Kommunikation sowie der Menschenführung“ versuchen. Übung macht bekanntlich den Meister.

Ansprache mit drei Streifen

addshptvrd15edfcvAls Gast besuchte ich die diesjährige Hauptversammlung des DAX-30- und Sportartikelkonzerns Adidas AG in Fürth. Während mich in Mittelfranken strahlend blauer Himmel erwartete, mussten sich die Herzogenauracher Spitzenmanager angesichts des schwachen Vorjahres „harsche Kritik“ auf einer „ungemütlichen Hauptversammlung“ anhören, wie die „Wirtschaftswoche“ schrieb. Mich interessierten an diesem Tag vor allem der Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer und seine knapp 40-minütige Rede, die ich für den Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) analysieren durfte. Meine Analyse steht – jetzt bin ich gespannt, wie sich Hainer im Vergleich zu den übrigen DAX-30-Bossen geschlagen hat.

Gewollte Stammtischreden

vrstmthmc15ewkSchon länger bin ich ein aktives MItglied des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS). Jetzt wollen die Miesbacher Journalistin und PR-Kollegin Lisa Hilbich und ich gemeinsam als neue Leiter die Regionalgruppe Bayern mit ihren insgesamt rund 70 Mitgliedern wiederbeleben. Künftig soll es vierteljährlich einen Stammtisch geben, und seit gestern steht der Termin für das Auftakttreffen fest: Montag, 27. April, ab 19.30 Uhr in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs. Auch Neumitglieder und Interessenten sind herzlich willkommen. Ich freue mich sehr auf die hoffentlich überaus „beredte“ Premiere und helfe bei Fragen gerne weiter.

Doch der Rede wert

rdscibr14ufvZugegeben: So dramatisch wie in Roman Polańskis Politthriller „Ghostwriter“ (siehe Plakatausschnitt links) geht’s selten zu, wenn ich Reden oder andere Texte als Redenschreiber oder eben Ghostwriter verfasse. Ähnlich spannend ist es aber doch häufig – und es macht mir seit vielen Jahren besonders großen Spaß. Jetzt will ich diesem Tätigkeitsschwerpunkt auch nach außen noch mehr Gewicht verleihen und habe heute die Mitgliedschaft im Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) beantragt. Dort wird ein guter Redenschreiber vor allem als ein Dienstleister definiert, „der sich zurücknimmt, aber über die Interessen des Redners niemals das Publikum aus dem Blick verliert“. Zudem denke ich an einen der Lieblingssprüche (m)eines alten PR-Lehrmeisters: „Kurze Rede, langer Sinn!“ Meine Rede!

Ansprache mit Redewendung

Rdeirfn87t65gTypischerweise sind sie „abgenutzt“, „hohl“, „abgedroschen“ oder auch „ausgelutscht“: Floskeln. Dass sie in Reden durchaus ihre Berechtigung haben, betont der Präsident des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) in seiner kurzen Dezemberkolumne. So würden wir Menschen nach einer Studie der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität „Aussagen schätzen, die Banalitäten und Allgemeinplätze enthalten“. Zudem könne höflich wertvolle Zeit gewonnen werden. Der sprichwörtliche Klartext sei da zum Beispiel in der Politik häufig weit weniger erfolgreich. Nach meiner Erfahrung dienen Floskeln auch dem Gefühl des Vertrautseins und letztlich dem unbewussten Vertrauen in die Botschaft. Nicht umsonst, so heißt es in dem Beitrag, würde Floskel „etymologisch ‚Blümchen‘ bedeuten und mit ‚Flirt‘ zusammenhängen“ – und wer mag schon keine Blumen?