Schlagwort-Archive: Marke

Besiegelt gut für alle

Das weiß doch jeder: Ein Unternehmen soll Gewinne erzielen, die von den (Anteils-)Eignern privat vereinnahmt werden. Ganz anders aber ist dies nach der sogenannten Gemeinwohlökonomie, kurz GWÖ, ausführlich vorgestellt zum Beispiel in dem kostenlosen und grundsätzlich kritischen Buch „Selbst denken“ der Bundeszentrale für politische Bildung. In einer GWÖ definiere ein Unternehmen seinen Erfolg danach, ob es zum Wohlergehen Weiterlesen

Mercedes liefert groß

Mercedes adVANceCrossmedial, verzahnt, konzertiert, synergetisch, 360 Grad, ganzheitlich, omnichannel – mit welchem Begriff auch immer man die vor Kurzem angelaufene globale kommunikative Flankierung der „strategischen Zukunftsinitiative adVANce“ von Mercedes-Benz beschreiben will: In Sachen PR, Marken- und Marktkommunikation rund um „eine revolutionäre Transporter-Studie für den urbanen Raum“ mit integrierten Drohnen wird Weiterlesen

Facettenreicher Markenartikel

MarkenwertDie Überschrift gibt sich bildverliebt: „Continental fährt beim Markenwert einen heißen Reifen, die Deutsche Bank bremst“, wie es zum heutigen Beitrag des Fachmagazins „Horizont“ zur aktuellen Markenwertanalyse des Schweizer Unternehmens TheBrandTicker heißt. Dabei sind nicht nur die jüngsten Untersuchungsergebnisse interessant, sondern auch die Methodik, die man gut zum Beispiel anhand eines Beispielreports nachvollziehen Weiterlesen

Zeitenwende en masse

KommunikationIm Gespräch mit dem Fachblatt „Horizont“ erläutert Unilevers globaler Marketing- und Kommunikationsboss Keith Weed seine durchaus überzeugende Prophezeiung von der „Ablösung der Massenkommunikation durch eine personalisierte Kommunikation auf Massenbasis“. Einmal mehr geht es auch um mehr Relevanz, aussagekräftige Daten und emotionale Bindung. Weed fordert „Bedeutsamkeit für Menschen“ anstelle des überholten „Marketings für Konsumenten“. Unilever wolle dabei nicht weniger als „Beziehungen mit einer Milliarde Menschen aufbauen“ und dazu „individuell mit ihnen interagieren“. Aus meiner Sicht ist das dem britisch-niederländischen Konsumgüterriesen mit rund 400 Einzelmarken auf mittlere Sicht zumindest mit Abstrichen sogar zuzutrauen. Übrigens steht Abonnenten auch die Komplettfassung des schon in der kurzen Version impulsträchtigen Interviews zur Verfügung.

Schön flach und einfarbig

lgsfrb15uhlDie „W&V“ berichtet über eine Untersuchung der Logos der laut „Forbes“ weltweit 25 „meistbewunderten“ Unternehmen. Bei insgesamt 1.000 Teilnehmern kamen die Logos von Amazon, Apple und Starbucks am besten an, gefolgt von BMW. Die Münchner Autobauer nehmen bei Männern sogar Platz zwei ein. Als Farbe dominiert eindeutig Blau. Generell sind Einfarbigkeit, runde Formen und – auch wegen des Siegeszugs mobiler Endgeräte – flache, nicht-räumliche Entwürfe Trumpf. Auch wenn die Befragung selten ins Detail geht und wenig umfangreich ist, bekommen Designer und Markengestalter hier sehr griffige und wesentliche Entscheidungshilfen an die Hand. Der weltberühmte Designer Milton Glaser, von dem das legendäre „I LOVE NY“-Zeichen stammt, empfiehlt dabei einen durchaus radikalen Kurs: „Auf Design gibt es drei mögliche Antworten: Ja, Nein und Wow. Das Wow ist es, was man anpeilen muss.“

Zehn-Länder-Studie zur Markenskepsis

mkste15ujnDer „PR Report“ weist auf eine aktuelle Untersuchung der internationalen MSL Group zu den Einflussfaktoren für die Reputation eines Unternehmens oder einer Marke in zehn Staaten von Brasilien bis China hin. In allen untersuchten Märkten habe sich neben der Qualität der Produkte und Dienstleistungen das ethische Verhalten als wichtigster Erfolgsfaktor für einen guten Ruf erwiesen. Zudem käme es vor allem auf das „wahrgenommene Wachstumspotenzial“, die „Führung“ sowie eine „klar formulierte Zukunftsvision“ an. Eine grundsätzliche Skepsis sei dabei für Europa – neben Deutschland waren Schweden, Frankreich und das Vereinigte Königreich Teil der Studie – geradezu symptomatisch. Auf der globalen MSL-Website findet sich übrigens noch eine schöne Übersicht mit den wichtigsten Ergebnisse auf Englisch.

Gute Marken machen Freude

hndzhn15rdxBärbel Schwertfegers Artikel in „Wirtschaftspsychologie aktuell“ über den diesjährigen Neuromarketing-Kongress unter dem Motto „Satisfaction – mit glücklichen Kunden zu nachhaltigem Wachstum“ dürfte so manchen Werber und Markenkommunikator aufgeschreckt haben. So sei sich die moderne Hirnfoschung sicher, dass die bei Werbern so beliebten „emotionalisierten Marken schlichtweg Quatsch“ seien. Das gleiche gelte auch für das „Emotional Branding“ und weit verbreitete farbpsychologische Sperenzchen à la „Color Emotion Guide“. Statt „freudigen Werbefilmchen“ seien echte Freude durch kreative Kommunikation oder erfreuliche Erlebnisse mit dem Produkt gefragt. Ein Widerspruch? Nur ein MIssverständnis? Die Diskussion ist eröffnet …

Markiger Dreiklang

mrkszg15wesdc„Zur Marke drängt, an Marke hängt doch alles“, könnte man mit Blick auf Werbung und PR sagen. Gleich drei aktuelle, höchst unterschiedliche Lese- bzw. Klickempfehlungen rund um Marke und Markenkommunikation kann ich heute geben. So berichtet die „Horizont“ von einer neuen Havas-Media-Untersuchung, nach der ein Großteil der Verbraucher mehr als neun von zehn Marken gar nicht vermissen würde. Welchen Zauber andererseits Marken – und in diesem Fall multimediale Kreationen – entfalten können, lässt sich ganz hervorragend im enorm gefühlvollen, englischsprachigen Zweiminüter „What is branding?“ erleben. Zu guter Letzt hält dann noch die „Abendzeitung“ mit „Darum ist die Marke TSV 1860 ein Phänomen“ ein auch für Nichtanhänger meiner gebeutelten „Löwen“ durchaus interessantes Experteninterview für uns bereit. Raus mit dem inneren Marker …

Digital in Stellung gehen

brsuptz15djlDer „PR Report“ berichtet vom frisch aufgelegten „Deutschen Markenreport Spezial 2015“ aus dem Hause Brandoffice in Zusammenarbeit mit der „Absatzwirtschaft„. Deutschlands Marken stünden wegen der fortschreitenden Digitalisierung unter enormem Anpassungsdruck und letztlich dem Zwang zur systematischen Neupositionierung. Jedes zweite Unternehmen überarbeite sein Geschäftsmodell und knapp zwei Drittel ändere zumindest das Sortiment. Immerhin eine von vier Marken definiere sogar „ihre Markenwerte neu“. Parallel dazu setzten die Markenentscheider meist auf einen verbesserten Kundendialog. Derzeit klaffe bei der „durchgängigen Qualität des persönlichen Dialogs mit der Zielgruppe“ eine „große Lücke zwischen Anspruch und Realität“. Kunde, wir müssen reden.