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Abschied von der gelben Kompassnadel

Daran muss ich mich erst noch gewöhnen: Die Anfang März 1995 von Michael Bürker und mir voller Tatendrang und Zuversicht im Münchner Stadtteil Altperlach eröffnete ComMenDo Agentur für Unternehmenskommunikation verschwindet nach beinahe 22 Jahren als eigenständige Marke vom Markt – die feine, kleine Agentur mit dem auffälligen Logo in Signalgelb wird ein Teil der Münchner Script Consult GmbH. Auch wenn Weiterlesen

Alte Hasen zwischen Sorge und Selbstbewusstsein

PR-HaseDie einen füchten sich davor, später „zum alten Eisen zu gehören“, die anderen verbinden mit älteren Arbeitnehmern in Kommunikation und PR vor allem viel wertvolle Berufserfahrung – dank „PR Report“ wurde ich auf die „Blitzumfrage“ des PR Career Centers mit knapp 100 Teilnehmern zu „Karrierechancen mit über 40“ aufmerksam. Danach spaltet das Thema „Altersdiskriminierung die Branche“. Erwartungsgemäß geht es hier auch um Weiterlesen

Durschnittlich enttäuscht

sdezchkrr15elmDas ist so ein bisschen wie mit den Autofahrern, wo sich viel, viel mehr als überdurchschnittlich gut einstufen als statistisch überhaupt möglich: Nach einem schönen Beitrag in der „Süddeutschen Zeitung“ zu einer Bain-&-Company-Studie verlassen gut 30 Prozent der Wirtschaftsstudenten ihre Hochschule „mit dem Selbstvertrauen eines zukünftigen Topmanagers“, während letztlich nur ein Bruchteil ganz oben ankommt. Trotz vollem Einsatz und Überstunden blieben die meisten irgendwann zwangsläufig mehr oder weniger frustriert als mittlere Führungskraft hängen. Spätestens. An der Spitze wird es eben eng. Das mag einleuchten, aber „die Erklärung nimmt uns die Enttäuschung nicht“, wie der renommierte Psychologe Michael Ziegelmayer zitiert wird. Ein geradezu klassisches Coaching-Thema, zu dem es glücklicherweise viele bewährte Methoden und Instrumente gibt. „Enttäuschungen sind die Amme der Weisheit„, so der irische Politiker Boyle Roche im 18. Jahrhundert – aber dahin ist es meist ein langer Weg.

Glückwunsch zum Zwanzigsten

cmndjbl15edfzHerzlichen Glückwunsch an Michael Bürker und seine heute vor zwanzig Jahren gemeinsam mit mir gegründete PR- und Kommunikationsagentur ComMenDo, damals wie heute in der Hofer Straße im Münchner Stadtteil Alt-Perlach. Gerne und mit Stolz erinnere ich mich an die wilde, enorm fruchtbare und insgesamt erfolgreiche Gründungszeit – trotz Insolvenz unseres damaligen Hauptkunden aus der Bauwirtschaft. Nach rund anderthalb Jahren stieg ich aus, übergab meinen Anteil Michael – und finde es großartig, dass er die Agentur bis heute mit seinem schier unendlichen Knowhow, seiner klugen Art und glücklicher Hand durch eine hektische Branche und Märkte voller Umbrüche geführt hat. Klasse! Ich wünsche ihm, seiner lieben Frau sowie Geschäftspartnerin Andrea und der ganzen ComMenDo-Truppe auch weiterhin viel, viel Glück! Möge die charakteristische gelbe Kompassnadel im damals von mir kreierten Logo stets den richtigen Kurs anzeigen.

Nachwachsende Ernüchterung

wuwagrt14iujvcEinen nüchternen, aber unverzagten Blick auf die anhaltenden Schwierigkeiten deutscher PR-Agenturen bei Aufbau und Pflege einer Arbeitgebermarke werfen Anna Groos und meine sehr geschätzte frühere PR!NT-Kollegin Claudia Becker als Teilnehmerinnen am  Wettbewerb „#30u30“ auf Initiative des „PR Reports„. In der gut aufbereiteten Beitragspräsentation geht es vor allem um das branchenweite Bild der “ausbeutenden Agenturen” und mangelnde Mitarbeiterzufriedenheit. Junge Talente, so heißt es dort, hätten hohe Ansprüche und „sehen Agenturen oft nur als Sprungbrett ins Unternehmen“. Konkrete Gegenmaßnahmen schlagen die Autorinnen ebenfalls vor, von „internen Barcamps“ über ein „flexibles Bonussystem“ bis zu Kooperationen mit Hochschulen und Aktionstagen für potenzielle Bewerber. Ich drücke die Daumen für den Wettbewerb!

Mit Begeisterung überlastet

oftiktsre14iuzgfvcWieder einmal hat es der Beruf des Öffentlichkeitsarbeiters bei einer Umfrage zu den stressigsten Jobs in die Top Ten geschafft, diesmal bei einer Untersuchung des US-amerikanischen Stellenportals CareerCast. Ein englischsprachiger Blog hat aus diesem Anlass insgesamt sechs Gründe herausgearbeitet, warum „PR so stressig“ ist – in Kurzform: fehlende Kontrolle, nervige Kunden, ständige Erreichbarkeit, permanenter Wandel, die starke Abhängigkeit von Journalisten und schließlich übermotivierte, zur Selbstausbeutung neigende Kollegen. Auch hier fehlt jedoch nicht der schon branchentypische Hinweis auf die (gerne nach außen gekehrte) Begeisterung: „But even with all of the stress … we still love our jobs.“ Nicht umsonst gilt eine Karriere in der Public-Relations-Zunft trotz eher mäßiger Bezahlung als eine der begehrtesten. Aber das wusste bereits Shakespeare: „Wer wohl zufrieden ist, ist wohl bezahlt.“

PR zu schätzen lernen

gldbnneDIe Septemberausgabe des „PR Magazins“ enthält einen Bericht des englischsprachigen Fachmagazins „CorpComms“ zu einer internationalen Karrierestudie. PR-Berater haben danach einen der überschätztesten Berufe der Welt. Das Missverhältnis zwischen Erwartungen und Realität sei nur bei drei Berufen noch schlimmer: bei Chirurgen, Börsenhändlern und Werbeverantwortlichen. Immerhin liegen also Werbung und Öffentlichkeitsarbeit einträchtig beieinander. Hauptursache für das schlechte Abschneiden ist offenbar in beiden Fällen der außerordentlich hohe Stressfaktor. Besserung ist meines Erachtens nicht in Sicht. Nach wie vor ist eine hohe Arbeitsbelastung für die meisten von uns wie eine Auszeichnung und Beleg der eigenen Bedeutsamkeit. Wir sollten mal wieder John Steinbeck lesen: „Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens.“

Berufseinstieg gebucht

brusldprsmmngenUnter dem Titel „Wenig Anerkennung, prekärer Kontostand“ stellt Ansgar Vaut im „PR Report“ das neue Buch „PR-Geil“ vor, in dem insgesamt 22 junge Menschen von ihrem oft holprigen und ernüchternden Start in das Berufsfeld Public Relations berichten. Dabei zeige das von Jana Kaminski zusammengestellte und im Selbstverlag veröffentlichte Buch mit vielen „Insider-Tipps“ die Vielfalt an Karrierewegen in einer für viele Studienabgänger nach wie vor sehr reizvollen Branche.

Dies deckt sich weitgehend mit dem Befund des Wuppertaler Branchenkenners Manfred Piwinger: „Obgleich der Ruf der Branche nicht gut, zumindest aber ambivalent ist, sind PR ein Berufsfeld, welches eine große Anziehung und manchmal sogar Faszination, auf junge und gut ausgebildete Menschen ausübt.“ Ein Nachwuchsproblem scheint die Öffentlichkeitsarbeit also auch in näherer Zukunft nicht zu haben.

Tag in Wechselstimmung

bhidstrtprtnHeute ist es soweit: offizieller Abschied von PR!NT nach mehr als sieben Jahren! Das Foto zeigt meinen blumengeschmückten Schreibtisch zum Start als Teamleiter in die Heye- und DDB-Welt 2006. Es bleiben viele gute Erinnerungen und großartige Erfahrungen mit starken Kollegen in spannenden, oft wirklich mutigen Kommunikationskampagnen und -projekten für Kunden wie Adelholzener, Amazon, das BSMELF, die CMA, DPD, Jenapharm, Johnson & Johnson, Premicon, Same Deutz-Fahr, Ticona, TU München, die VKB, VP, Wintershall/Wingas und vom ersten bis zum letzten Tag McDonald’s Deutschland. Bei aller Vorfreude ein Rückblick mit Wehmut …

Sozialarbeiter 2.0

MIt der immens gestiegenen Bedeutung Sozialer Medien innerhalb der Marketing- und Unternehmenskommunikation etabliert sich zusehends das Berufsbild des Social-Media-Experten bzw. -Managers. Dies belegen auch die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des IT-Verbands Bitkom, die jetzt veröffentlicht und beispielsweise vom „PR Report“ aufgegriffen wurden. So ist die Zahl der Unternehmen, die einen oder mehrere Spezialisten für Facebook, Xing & Co. einsetzen, gegenüber dem Vorjahr um rund die Hälfte gestiegen und liegt nun bereits bei 16 Prozent. In 2013 dürfte sich diese Entwicklung fortsetzen. An der Umfrage hatten sich immerhin 854 Unternehmen beteiligt.