Schlagwort-Archive: Digitalisierung

Im Wesentlichen Computer

personality insights Unsere Zunft beschäftigt sich viel mit Trends und versucht auch immer wieder, neue zu setzen, aber bei der sogenannten Digitalen Transformation stehen wir meines Erachtens noch eher am Rande, meist als staunende Beobachter, immer öfter zumindest auch als Nutzer. Wenn man sich etwas ausführlicher mit Watson beschäftigt, dem gegenwärtigen Klassenprimus künstlicher Intelligenz, lässt sich ganz gut erahnen, was da auf uns Weiterlesen

Vielversprechender Vierer

quartettEin Fachmedium lädt Leser zu einer zweitägigen Info-Veranstaltung ein, und ruft dafür auch noch eine stattliche Teilnahmgebühr in Höhe von 990 Euro auf – dennoch scheint die „Newsroom-Tour“ des „PR Reports“ aus Hamburg ein riesiger Erfolg zu sein und wird wegen großer Nachfrage Mitte November unter dem Motto „Die digitale Transformation der Unternehmenskommunikation“ erneut angeboten. Kein Wunder, wenn man Weiterlesen

Zukunft mit Chatbot im Outernet

Digitale ZukunftDas Internet verändert Wirtschaft und Gesellschaft in rasendem Tempo, und auch in Zukunft wird sich vieles ändern. Wer in PR und Markenkommunikation den Anschluss nicht verlieren will, muss das Geschehen im Blick behalten und sich laufend anpassen. Die vergleichsweise monströsen neuen Virtual-Reality-Brillen sind da nur ein Vorgeschmack. Heute veröffentlichte das Fachmagazin „Horizont“ einen in meinen Augen klugen und Weiterlesen

Binäre Trunkenheit

Digital besoffenLaut Statista dürfte der Umsatz mit digitaler Werbung in diesem Jahr hierzulande auf mehr als 6,3 Mrd. Euro klettern, fast die Hälfte davon für  Suchmaschinenwerbung. „Was geht, in Digital“, scheint die Parole vieler Werber zu sein. Die „Horizont“ hat gestern einen recht ausführlichen Beitrag zu Christof Baron, gebracht, einem der „großen Digitalexperten seiner Zunft“, der darin die „digitale Besoffenheit“ der Werbewirtschaft Weiterlesen

Ghost in the machine

Watson von IBMIn diesen Tagen wirbt IBM rund um die Computermesse CeBit massiv für „Watson“, derzeit wohl das Nonplusultra im Bereich Künstlicher Intelligenz. Unter dem Stichwort „Outthink“ wird das „kognitive Zeitalter“ eingeläutet, vielfach allerdings noch unter dem Schleier der Geheimhaltung. Dabei geht es, wenn man so will, um den nächsten Schritt nach der Digitalisierung – so etwas wie „vernetzte Intelligenz“ als „eine neue Generation Weiterlesen

Paradiesische Wiedergeburt

Hieronymus BoschZum 500. Todestag ist derzeit im niederländischen ’s Herogenbosch (Den Bosch), die „größte Hieronymus-Bosch-Ausstellung aller Zeiten“ zu bestaunen. Der geniale Renaissance-Maler Bosch, eigentlich Jheronimus van Aken (1450-1516), schuf mit blühender Phantasie und größter Kunstfertigkeit irrwitzige Bilder voller Symbolik und herrlich seltsamer Rätsel. Ein weltberühmtes Werk fehlt jedoch in der Ausstellung Weiterlesen

Differenzierte Datenwelt

DatenDeutschland16tteDank „Bildblog“ wurde ich auf Sven Ruoss‘ Beitrag mit „elf Slides, damit du am Stammtisch über ‚Digital 2016‘ mitreden kannst“ aufmerksam. Darin werden einige Datensätze aus einem Report der internationalen Agentur „We are social“ vorgestellt. Zudem steht der komplette Report mit seinen 537 Folien respektive Schaubildern auf Englisch bereit, auch mit einigen Seiten zu Deutschland (ab Seite 166). Für viele Kollegen dürften hier einige schöne Datenschätze enthalten sein. So nutze der Durchschnittsdeutsche das Internet allein mit einem mobilen Endgerät täglich bereits fast anderthalb Stunden lang und läge der Anteil von Pre-Paid-Verbindungen im Mobilfunkbereich bei satten 45 Prozent. Leider bleibt das Ganze recht oberflächlich, aber in ihrer Breite ist die Datenfülle beeindruckend. Letzten Endes passt hier wohl das folgende Zitat Elisabeth Noelle-Neumanns: „Statistik ist das Informationsmittel der Mündigen.“

Digital in Stellung gehen

brsuptz15djlDer „PR Report“ berichtet vom frisch aufgelegten „Deutschen Markenreport Spezial 2015“ aus dem Hause Brandoffice in Zusammenarbeit mit der „Absatzwirtschaft„. Deutschlands Marken stünden wegen der fortschreitenden Digitalisierung unter enormem Anpassungsdruck und letztlich dem Zwang zur systematischen Neupositionierung. Jedes zweite Unternehmen überarbeite sein Geschäftsmodell und knapp zwei Drittel ändere zumindest das Sortiment. Immerhin eine von vier Marken definiere sogar „ihre Markenwerte neu“. Parallel dazu setzten die Markenentscheider meist auf einen verbesserten Kundendialog. Derzeit klaffe bei der „durchgängigen Qualität des persönlichen Dialogs mit der Zielgruppe“ eine „große Lücke zwischen Anspruch und Realität“. Kunde, wir müssen reden.

Süße Software

nriitaopaJede Version des erfolgreichen Smartphone-Betriebssystems Android benennt Google in alphabetischer Reihenfolge nach einer beliebten Leckerei. Mit der K-Variante wird in Zusammenarbeit mit Nestlé Neuland betreten: Sie wird nach dem berühmten Schokoriegel „KitKat“ heißen. Wie das Fachblatt „Horizont“ berichtet, bezahlt der umstrittene Nahrungsmittelgigant dafür kein Geld, sondern wird im Gegenzug „kräftig die Werbetrommel rühren“ und zum Beispiel Millionen von Produktverpackungen als Werbefläche für die Kooperation nutzen. Die beiden Konzerne hätten schlicht etwas „Lustiges und Unerwartetes“ machen wollen und hätten nun „offensichtlich Spaß an dem Gag“, heißt es in der „Zeit„. Süß.

Digitale Habenichtse

daatindhndBernd Graff beschreibt in „Das kaufen wir euch nicht ab“ in der „Süddeutschen Zeitung“ den fundamentalen Umbruch im menschlichen Konsumverhalten im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung.

Noch vor einem Vierteljahrhundert hätten Besitztümer nicht zuletzt die Möglichkeit bedeutet, „das Konstrukt unseres Selbst aufrechtzuerhalten“. Heute hingegen gehöre der „physische Besitz eines Objekts“ im Grunde gar nicht mehr zum „Akt des Konsums“. Der Glaube, dass Waren und Objekte unser Selbst veredeln können, sei überwunden. Vielmehr erlebten wir, so Graff in Anlehnung an den in England lehrenden Marketingprofessor Russell Belk, eine Ära des (Mit-)Teilens und der Dematerialisierung: Güter, aber auch Identitäten, seien „physikflüchtig“ und könnten zum Beispiel durch Avatare ersetzt oder erweitert werden. Das mag nach einer furchtbar verstaubten Diskussion im akademischen Elfenbeinturm klingen, aber Marketingentscheider dürften darin wertvolle Ansätze für künftige Absatzstrategien erkennen.