Kommunikation mit offenem Beutel

pdmdpbr15rrgZu Beginn meiner PR-Karriere in den frühen Neunzigern habe ich Laien manchmal Öffentlichkeitsarbeit als die „komplette Kommunikation minus klassische Anzeigen bzw. Spots“ erklärt. Bis heute spielen „bezahlte Kommunikation“ und „Paid Media“ in meiner Arbeit nicht die Hauptrolle und sehe ich durchaus auch viele kritische Aspekte, aber noch nie habe ich irgendwelche legalen und legitimen Kommunikationsinstrumente und -kanäle per se ausgeschlossen, wenn ich auf der Suche nach dem für den Kunden bzw. das Projekt bestmöglichen Vorgehen war. Zum Beispiel PR-Anzeigen, Sonderwerbeformen, Materndienste, Imagespots oder eben neudeutsch „Paid Media“ – wieso sollten Unternehmenskommunikation und PR einen nicht unwesentlichen Teil ihrer Klaviatur komplett unbespielt lassen, nur weil ihnen das Etikett „bezahlt“ anhaftet? In seiner Medienschau weist das „prmagazin“ heute auf einen Beitrag in den „PR-Fundsachen“ von und für Studierende hin. „Indem sich PR-Spezialisten neue Kompetenzen aneignen, können sie durch den Einsatz von Paid Media im Modell mit Earned, Shared und Owned Media ihr Arbeitsfeld erweitern und dadurch enormen Einfluss auf die gesamte Kommunikations-Strategie nehmen“, heißt es dort. Aber selbstverständlich! Nur „neu“ sollte das nun wirklich nicht mehr sein.